Ognuno recita il proprio ruolo, immerso in quella divina sensazione di devozione allo scopo comune: la realizzazione di un'opera d'arte, che anche la bonifica bellica sa idealizzare.

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Ognuno recita il proprio ruolo, immerso in quella divina sensazione di devozione allo scopo comune: la realizzazione di un'opera d'arte, che anche la bonifica bellica sa idealizzare.

Das tödliche Erbe des Zweiten Weltkriegs

Categories: RESIDUATI BELLICI IN GERMANIA

21/09/2017 Germania, Baden-Württemberg

“If you ever come across anything suspicious like this item, please do not pick it up, contact your local law enforcement agency for assistance”.

di Von Bernd Hüttenhofer

Ravensburg sz Der Zweite Weltkrieg ist schon lange Geschichte, aber selbst für die jüngere Generation bleibt er ein Thema – auch jenseits des Geschichtsunterrichts. Der Grund: Jeden Tag wird irgendwo in Deutschland mindestens ein Sprengkörper unschädlich gemacht, werden laufend überall im Bundesgebiet Bomben gefunden. Oft geschieht die Entschärfung unter Ausschluss einer größeren Öffentlichkeit auf lokaler Ebene, manchmal aber auch unter spektakulären Umständen. Allein in den vergangenen neun Monaten gab es drei große Evakuierungen, zuletzt gar die größte der deutschen Nachkriegsgeschichte im Frankfurter Westend. Wegen einer gewaltigen britischen Fliegerbombe mit 1300 bis 1400 Kilogramm Sprengstoff mussten 60 000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Tags zuvor waren in Koblenz 20 000 Menschen evakuiert worden, und an Weihnachten hatten 54 000 Augsburger nach einem Bombenfund um ihre Häuser und Wohnungen gebangt.

Entschärfung ist Ländersache

Schwerpunktmäßig sind Großstädte betroffen wie die genannten, aber „auch draußen auf dem Acker“ hat der Kampfmittelräumdienst immer wieder zu tun, wie Ralf Vendel erzählt. Der 51-Jährige ist Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Baden-Württemberg (KMBD). Das Bombenräumen ist Sache der einzelnen Länder, nicht des Bundes – so regelt es das Gefahrenabwehrrecht“.

Immer noch“, berichtet Vendel, „haben wir zwischen 850 und 950 Munitionsfundmeldungen pro Jahr, zwischen 60 und 100 Tonnen Munition jährlich bergen wir.“ Es gebe auch „Ausreißerjahre“: 2012 waren es Vendel zufolge fast 200 Tonnen. Das explosive Erbe des Zweiten Weltkriegs ist gewaltig – und gefährlich: Seit Kriegsende haben allein in Baden-Württemberg 13 Mitarbeiter der Kampfmittelbeseitigung mit ihrem Leben bezahlt – der letzte allerdings schon 1955. Foto-Fonte: schwaebische.de

Auch von verrosteten Kriegsrelikten und Waffen können noch Gefahren ausgehen. Beim Fund von Kriegsmaterial wird daher geraten, einen Sicherheitsabstand einzuhalten und sofort die Polizei zu verständigen. Nach dem Fund der Panzerabwehrgranate in Knittelfeld wird jetzt nach einem möglichen Besitzer gesucht bzw. wird ermittelt, wer die Granate in den Müllcontainer geworfen hat. Der Besitz von Kriegsrelikten ist laut Polizei generell verboten.

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